Die libanesische Armee hat nach eigenen Angaben mit der Verlegung von Truppen in die Ortschaft Sawtar al-Gharbija im Süden des Landes begonnen, um dort im Rahmen einer Sicherheitsvereinbarung mit Israel die Kontrolle zu übernehmen und gleichzeitig die Entwaffnung der Hisbollah einzuleiten.
Hintergrund: Pilotzonen als Testlauf
Die Ortschaft Sawtar al-Gharbija ist eine von mehreren sogenannten Pilotzonen im Südlibanon. In diesen Zonen soll ein Abzug der weiterhin im Libanon stationierten israelischen Truppen getestet werden. Die libanesische Armee erklärte am Dienstag, es sei noch zu früh, die übergebene Stadt Sawtar al-Gharbija zu betreten, da zunächst die Sicherheitslage stabilisiert werden müsse.
Nach den Vorbereitungen am Montag hat Israel einen Tag später die Kontrolle über die Stadt Sawtar al-Gharbija an die libanesische Armee übergeben. In diesen Zonen sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah entwaffnen, während sich die israelische Armee gleichzeitig schrittweise zurückzieht. Die libanesische Armee gab an, dass israelische Streitkräfte das Feuer während des Einsatzes eröffnet hätten und die Umsetzung daher erschwerten.
Ablauf: Übergabe und Entwaffnung
Die Pilotzonen sollen zeigen, ob dieser Ablauf in der Praxis funktioniert, bevor das Vorgehen auf weitere Gebiete ausgeweitet wird. Wenn der Ablauf in der Praxis funktioniert, soll er auf weitere Gebiete ausgeweitet werden. Sollte sich Libanons Armee in diesen Pilotzonen etablieren und die Hisbollah entwaffnen können, dann soll dieses Vorgehen auf weitere Regionen ausgeweitet werden, aus denen sich Israel dann zurückziehen würde.
