Tel Aviv, 09 Juli 2026

Im Vorfeld neuer Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon in Rom hat Israels Verteidigungsminister Israel Katz einen Truppenrückzug aus dem Südlibanon an die vollständige Entwaffnung der Hisbollah-Miliz geknüpft, während Beirut seine Teilnahme an einen Rückzug aus zwei Pilotzonen bindet.

Die diplomatische Initiative findet in einem angespannten Umfeld statt. Israelische und libanesische Unterhändler treffen sich in Rom zu einer weiteren Gesprächsrunde, die nach Angaben beider Seiten von verhärteten Positionen geprägt ist. Im Zentrum steht die Frage, unter welchen Bedingungen die israelische Armee den Südlibanon verlässt, den sie nach eigenen Angaben als Sicherheitszone kontrolliert.

Verhärtete Ausgangslage

Verteidigungsminister Katz hat die Haltung seiner Regierung nach Angaben seines Sprechers unmissverständlich formuliert: Israel werde in einer selbst definierten "Sicherheitszone" im Libanon verbleiben und von dort aus so lange wie nötig operieren, bis die Hisbollah im gesamten Libanon entwaffnet und die Bedrohung für die Bewohner Nordisraels beseitigt sei, erklärte Katz nach Angaben eines Sprechers. Ziel sei es, die Menschen in Nordisrael vor der Gefahr von Überfällen, Panzerabwehrfeuer und direkten Bedrohungen zu schützen.