Der österreichische Faserhersteller Lenzing AG zieht sich aus seinem Standort in Heiligenkreuz im Burgenland zurück und will die Faserproduktion dort bis Ende 2027 einstellen, wie das Unternehmen am Montagabend bekannt gab.
Strategische Neuausrichtung mit Folgen für die Beschäftigten
Die Lenzing AG beendet damit nicht nur das Engagement in Heiligenkreuz, sondern auch am Standort Grimsby in England. An beiden Standorten soll die Faserproduktion bis Ende 2027 auslaufen. Wie Konzernchef Georg Kasperkovitz am Montagabend gegenüber der APA erklärte, werde parallel ein Verkaufsprozess für beide Werke gestartet. Die Suche nach einem neuen Eigentümer für Heiligenkreuz beginne unmittelbar.
Kasperkovitz sprach von einer schwierigen, aber notwendigen Entscheidung: „Wir sind uns bewusst, dass das geplante Auslaufen der Produktion an einzelnen Standorten eine schwierige, aber notwendige Entscheidung ist, die unsere Mitarbeitenden betrifft." Ziel sei es, dass die Standorte mit einem neuen Eigentümer weiter bestehen. Die Suche beginne „morgen" und könne „erfahrungsgemäß binnen einiger Monate" abgeschlossen sein, so der CEO.
