Der österreichische Faserhersteller Lenzing hat am 28. Juli 2026 umfassende Restrukturierungspläne angekündigt, die einen weitreichenden Stellenabbau am Standort Heiligenkreuz im Burgenland vorsehen.

Hintergrund der Restrukturierung

Die angekündigten Maßnahmen sehen laut den dem Unternehmen vorliegenden Informationen einen substanziellen Personalabbau vor, der den Hauptstandort Heiligenkreuz im Burgenland besonders hart treffen würde. Lenzing hatte zuvor erst im Jänner eine Kooperation mit dem südkoreanischen Unternehmen Hyosung für den Bau einer Lyocell-Anlage bekannt gegeben, was auf strategische Weichenstellungen im Konzern hindeutet. Nun steht das Unternehmen offenbar vor einer grundlegenden Neuausrichtung, deren Kosten vorrangig die Belegschaft tragen soll.

Nach Bekanntwerden der Pläne brach der Kurs der Lenzing-Aktie massiv ein. Wie aus dem Quellenmaterial hervorgeht, fiel der Titel um 17 Prozent – ein außergewöhnlich starker Kurseinbruch für einen blue chip der Wiener Börse. Investoren reagierten damit empfindlich auf die Unsicherheit, die mit einem derart tiefgreifenden Personalabbau in einem der wichtigsten österreichischen Industriestandorte einhergeht.