Die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt in Deutschland hat nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden neue Höchstwerte erreicht: Für Frauen lag der Wert 2025 bei 83,6 Jahren, für Männer ist er im Vergleich zum Vorjahr um etwa drei Monate gestiegen.

Wie die Behörde mitteilte, stieg die Lebenserwartung bei Geburt in Deutschland im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr an. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts betrug sie 2025 für Frauen 83,6 Jahre und damit drei Monate höher als 2024. Bei den Männern erhöhte sich der Wert im Vergleich zum Vorjahr um etwa drei Monate, „damit drei Monate höher als 2024“, wie das Amt erklärte.

Höchstwerte bei Frauen und Männern

„Beide Geschlechter erreichten damit neue Höchstwerte“, hieß es aus Wiesbaden. Frauen haben seitdem statistisch gesehen etwa neun Monate hinzugewonnen, Männer über ein Jahr. Der Anstieg folgt auf Rückgänge während der Corona-Pandemie: „Während der Corona-Jahre hatte es Rückgänge der Lebenserwartung bei Geburt gegeben“, erklärte das Bundesamt, „seitdem ging es aber für Frauen und Männer bergauf“.

Regional zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede. Im aktuellen Zeitraum hatte Baden-Württemberg sowohl bei Männern als auch bei Frauen die höchste Lebenserwartung – mit 84,4 Jahren bei den Frauen und 80,3 Jahren bei den Männern. „Baden-Württemberg ist schon seit längerem das Bundesland mit der höchsten Lebenserwartung bei Geburt“, betonte das Statistikamt.

Regionale Unterschiede zwischen den Bundesländern

Am unteren Ende der Skala liegen andere Länder: Die niedrigsten Werte gab es für Frauen im Saarland (82,0 Jahre) und für Männer in Sachsen-Anhalt (76,4 Jahre). Die Differenz zwischen den Geschlechtern zugunsten der Frauen ist in Mecklenburg-Vorpommern mit über sechs Jahren am größten.