Wolfgang Kubicki wurde am Samstag auf dem FDP-Bundesparteitag im Berliner Estrel Hotel zum neuen Bundesvorsitzenden der Freien Demokraten gewählt.

Der 74-Jährige setzte sich in einer überraschenden Kampfabstimmung gegen die 68-jährige Marie-Agnes Strack-Zimmermann durch. Kubicki erhielt 390 der 658 gültigen Delegiertenstimmen, Strack-Zimmermann kam auf 259 Stimmen. Vier Delegierte enthielten sich, fünf stimmten gegen beide Kandidaten.

Überraschende Gegenkandidatur am Wahltag

Bis zum Nachmittag des Wahltags war Kubicki der einzige Kandidat für das Amt gewesen. Strack-Zimmermann, die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europäischen Parlament, reichte ihre Kandidatur in letzter Minute ein und löste damit die Kampfabstimmung aus. Ihre Nominierung wurde von 33 Delegierten unterstützt und erfüllte damit das satzungsgemäße Quorum.

Der nordrhein-westfälische Delegierte Joachim Stamp hatte Strack-Zimmermann für den Parteivorsitz vorgeschlagen. Patrick Döring, ehemaliger FDP-Generalsekretär und Versammlungsleiter des Parteitags, ermahnte den Saal, dass Strack-Zimmermann ordnungsgemäß nominiert sei und nicht ausgebuht werden solle.