Madrid, 04 August 2026
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hält sich für einen mehrwöchigen Sommerurlaub auf Lanzarote auf, während die Lage in der nordafrikanischen Enklave Ceuta angespannt bleibt, was in Spanien auf scharfe Kritik stößt.
Die spanische Opposition hat den ausgedehnten Sommerurlaub von Ministerpräsident Pedro Sánchez auf der Kanareninsel Lanzarote scharf kritisiert. Hintergrund ist die angespannte Sicherheitslage in der spanischen Exklave Ceuta an der Nordküste Afrikas, die unmittelbar an Marokko grenzt. Die konservative Volkspartei (PP) wirft dem Regierungschef vor, mit seiner Abwesenheit die Bewohner der Enklave zu brüskieren.
Opposition spricht von Beleidigung
Die Kritik entzündete sich unter anderem an der Unterkunft des Premierministers. Sánchez hält sich Berichten zufolge in der Luxusvilla La Mareta auf, die als Gästehaus der spanischen Regierung gilt und auf Lanzarote liegt. Die PP-Politikerin Carmen Fúnez sprach in diesem Zusammenhang von einer „Beleidigung für Bewohner von Ceuta“ und warf Sánchez vor, mit der Wahl des Urlaubsortes ein falsches Signal an die Bevölkerung zu senden.
