Bochum, 01 Juli 2026

Die Staatsanwaltschaft Bochum und das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen haben im Zusammenhang mit Tickets für die Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland eine bundesweite Korruptions-Razzia durchgeführt und dabei unter anderem Stadtverwaltungen durchsucht.

Die Ermittlungen richten sich gegen Mitarbeiter von Stadtverwaltungen, die nach Angaben der Ermittler tausende Tickets für die UEFA Euro 2024 zu Vorzugspreisen erhalten haben sollen. Wie die Staatsanwaltschaft Bochum und das LKA NRW mitteilten, seien die Karten "von einigen Städten genutzt und unterschiedlich verwendet worden". Konkrete Summen oder die genaue Zahl der Beschuldigten wurden zunächst nicht öffentlich genannt.

Durchsucht wurden nach Angaben einer LKA-Sprecherin Objekte in mehreren Bundesländern. Die Maßnahmen richteten sich gegen Beschäftigte kommunaler Verwaltungen, die im Verdacht stehen, sich im Zusammenhang mit der Vergabe der Eintrittskarten unrechtmäßig Vorteile verschafft zu haben. Die Ermittler betonten, die rechtlichen Maßnahmen dauerten zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch an: "Die Maßnahmen dauerten noch an."