Der ukrainische Drohnenkommandeur Robert Browdi hat mitgeteilt, dass die wochenlangen Angriffe auf russische Schiffe im Schwarzen Meer Moskau dazu bewegen, Teile der sogenannten Rubikon-Drohnentruppen von der Front abzuziehen.

Seit Wochen nehmen die ukrainischen Drohnentruppen russische Schiffe im Schwarzen Meer unter Beschluss. Nach Angaben aus Kiew haben die Drohnenangriffe nun Folgen für Moskaus Vorgehen an der Front. Der ukrainische Drohnenkommandeur Robert Browdi erklärte, dass die wochenlange „Flottenjagd" auf russische Schiffe dazu führe, dass Moskau Drohneneinheiten der sogenannten Rubikon-Truppen teilweise von der Front abziehe und neu verlege, um den Schiffsverkehr besser zu schützen.

Browdi kündigte an, dass die Operation gegen russische Schiffe in den verbleibenden Julitagen und in der ersten Augusthälfte fortgesetzt werde. Er sagte zudem, dass die stark betroffene Halbinsel Krim, die Russland bereits 2014 annektiert hatte, später wiederaufgebaut werde. Eine Stellungnahme aus Moskau oder eine unabhängige Bestätigung für die behauptete Verlegung russischer Drohneneinheiten gab es zunächst nicht.

Hintergrund der Drohnenangriffe

In der Nacht auf Samstag wollen ukrainische Streitkräfte nach eigenen Angaben acht Frachtschiffe, einen Tanker, ein Gastransportschiff, einen Schlepper sowie zwei schwimmende Kräne getroffen haben. Insgesamt seien bei den jüngsten Angriffen 13 zusätzliche russische Schiffe beschossen worden, womit sich die Gesamtzahl der im Schwarzen Meer und im angrenzenden Asowschen Meer angegriffenen Schiffe auf 172 erhöhe. Die Angaben der ukrainischen Drohnentruppen ließen sich von unabhängiger Seite nicht überprüfen.