Berlin, 17 Juli 2026
Die ukrainischen Drohnenstreitkräfte haben nach eigener Darstellung zwölf weitere russische Schiffe im Schwarzen Meer getroffen, während Russland seinerseits Angriffe auf Hafeninfrastruktur in Odessa und Tschornomorsk meldete.
Angriffe zur See
Wie der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilte, wurden zwölf weitere russische Schiffe getroffen worden. Ziele seien neun Frachter, zwei Tanker und ein Schlepper gewesen. Damit steige die Gesamtzahl der Schiffe, die im Juli im Asowschen und im Schwarzen Meer getroffenen wurden auf 159.
Nach ukrainischen Informationen handelt es sich bei den Tankern „Louise 1" und „Banda" um Transporter von russischem Rohöl. Beide Schiffe stehen laut den Angaben unter ukrainischen Sanktionen. Browdi kündigte die Zahlen im Onlinedienst Telegram an.
Bereits am Vortag hatte der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU nach eigenen Angaben einen Angriff mit Seedrohnen auf die beiden Tanker der russischen „Schattenflotte" im Schwarzen Meer gemeldet. Die Angaben sind nach Angaben der Quelle derzeit nicht unabhängig überprüfbar. Auch aus dem Asowschen Meer meldete das ukrainische Militär Angriffe auf russische Schiffe.
Gegenangriffe auf ukrainische Städte
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, in Odessa und der Stadt Tschornomorsk sei die Infrastruktur in den Häfen unter Beschuss genommen worden. Wie das russische Verteidigungsministerium auf Telegram mitteilte, wurden bei Angriffen mit „hochpräzisen luftgestützten Waffen" und „unbemannten Luftfahrzeugen" in den Häfen von Odessa und Tschernomorsk Hafeninfrastrukturanlagen getroffen. Hafeninfrastrukturanlagen getroffen, die für die Versorgung der ukrainischen Streitkräfte genutzt worden seien. Außerdem seien Werkstätten für die Drohnen-Produktion getroffen worden.
