Der dänische Radprofi Jonas Vingegaard hat am Sonntag in Rom zum ersten Mal den Giro d'Italia gewonnen und damit als achter Fahrer der Geschichte alle drei großen Landesrundfahrten für sich entschieden.
Vingegaard, der für das Team Visma-Lease a Bike fährt, erreichte das Ziel der 21. und letzten Etappe sicher im Hauptfeld und verteidigte die Maglia Rosa, die er seit seinen dominanten Auftritten in den Bergen getragen hatte. Der Gesamtsieg war ihm nach der Bergankunft in Piancavallo praktisch nicht mehr zu nehmen.
In der Gesamtwertung lag der 29-Jährige nach drei Wochen schließlich 5 Minuten und 22 Sekunden vor dem Österreicher Felix Gall vom Decathlon-Team. Der Australier Jai Hindley, der für das deutsche Red-Bull-Team antritt, belegte mit 6 Minuten und 25 Sekunden Rückstand den dritten Platz.
Den Tagessieg auf dem finalen Teilstück in der italienischen Hauptstadt holte sich der Italiener Jonathan Milan im Massensprint. Für Milan war es der erste Etappenerfolg bei diesem Giro, nachdem er drei Wochen lang vergeblich einem Sieg hinterhergefahren war.
Ein historischer Kreis schließt sich
Vingegaard zeigte sich im Ziel überwältigt. „Es ist unglaublich. Es ist etwas, von dem ich mein ganzes Leben geträumt habe“, sagte der Däne, der von seiner Familie im Zielbereich in Rom empfangen wurde.
Mit dem Triumph beim 109. Giro d'Italia reiht sich Vingegaard in eine elitäre Liste ein. Vor ihm hatten nur Jacques Anquetil, Felice Gimondi, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Alberto Contador, Vincenzo Nibali und Chris Froome alle drei Grand Tours – Tour de France, Giro d'Italia und Vuelta a España – gewonnen.
Vingegaard hatte die Tour de France bereits 2022 und 2023 für sich entschieden und im Vorjahr die Vuelta a España gewonnen. Der Giro-Erfolg fehlte ihm noch in seiner Sammlung. Sein fünfter Etappensieg bei dieser Rundfahrt, zugleich sein fünfter auf einer Bergankunft, gelang ihm auf der Königsetappe nach Piancavallo.