Teheran, 07 Juni 2026

Die iranische Justiz hat die einjährige Haftstrafe gegen den renommierten Regisseur Jafar Panahi bestätigt und damit den Einspruch seines Anwalts gegen das Urteil des Revolutionsgerichts in Teheran abgewiesen.

Panahis Anwalt Mostafa Nili teilte dem Onlineportal Emtedad mit, dass der Einspruch gegen das Urteil vom Revolutionsgericht in Teheran abgelehnt worden sei. Damit sei die Verurteilung rechtskräftig. Zusätzlich zur einjährigen Freiheitsstrafe blieben auch die zweijährige Reisesperre sowie das Verbot einer Mitgliedschaft in politischen und sozialen Gruppen bestehen, erklärte Nili.

Panahi war wegen "Propaganda gegen das System" und der Unterstützung der Proteste – insbesondere der Frauenbewegung 2022 – verurteilt worden. Die Anklagepunkte umfassen nach Angaben seines Anwalts die systematische Kritik an der iranischen Staatsführung sowie filmische Arbeiten, die als regimefeindlich eingestuft werden.

Vorwürfe und Beweismittel des Gerichts