Die iranische Führung hat das mit den USA vereinbarte Rahmenabkommen ausgesetzt, nachdem US-Angriffe auf iranisches Territorium nach iranischen Angaben mindestens 50 Tote und mehr als 500 Verletzte gefordert haben.

Bruch eines mühsam ausgehandelten Prozesses

Die Aussetzung des Rahmenabkommens markiert einen tiefen Bruch in den ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Teheran und Washington. In dem Abkommen war vereinbart worden, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln. Mit der jetzigen Entscheidung wird dieser Verhandlungsprozess auf unbestimmte Zeit unterbrochen.

Die iranische Seite reagierte mit scharfer Rhetorik. In einer Erklärung des obersten Führers Khamenei hieß es, der "amerikanische Feind" sei auf "Kriegstreiberei" aus; man werde ihm "unvergessliche Lektionen" erteilen. Die Formulierung unterstreicht, wie weit die diplomatischen Kanäle aus Sicht Teherans derzeit als beschädigt gelten.

Scharfe Töne aus Teheran

Parallel verschärften sich die regionalen Reaktionen. Der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrates, Jasem Mohamed Albudaiwi, bezeichnete das Vorgehen des Iran als "äußerst gefährliche Eskalation" und als "schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen". Er sprach von Kriegsverbrechen, die eine "internationale Rechenschaftspflicht und strafrechtliche Verfolgung" erforderten.