Die indonesische Polizei hat 72 Menschen festgenommen, die verdächtigt werden, Wald- und Torfbrände auf Sumatra und Borneo gelegt zu haben, während eine erneute Hitzewelle die Hitzebelastung durch Smog verschärft.
Die Festnahmen erfolgten im Zuge einer großangelegten Aktion gegen die Verursacher der Wald- und Torfbrände, die seit Wochen in weiten Teilen Zentral- und Westindonesiens wüten. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, durch Brandrodung die katastrophale Luftverschmutzung in der Region mitverursacht zu haben.
Nach Angaben der Behörden konzentrieren sich die Ermittlungen derzeit auf die Provinz Sumatra Meridional sowie auf Borneo, wo die meisten Brände ausgebrochen sind. Die Polizei und die zuständigen Forstbehörden kooperieren, um Lichtungen, die in Brand gesetzt wurden, systematisch zu dokumentieren.
Ermittlungen gegen mögliche Auftraggeber
Neben der Suche nach den unmittelbaren Brandstiftern gehen die Ermittler Finanzströmen nach. Mohammad Irhamni, Sprecher der indonesischen Polizei, erklärte, man prüfe Kontobewegungen und Geschäftsbeziehungen, um festzustellen, ob Unternehmen die Landrodung finanziert oder angeordnet haben.
