Palembang, Indonesien, 25. August 2026
Tausende Indonesier versammelten sich am Dienstag in Palembang und anderen betroffenen Städten zu Regengebeten, während Waldbrände Wälder und Torfland in Süd-Sumatra und West-Kalimantan verheerten, Gemeinden in erstickenden Dunst hüllten und die Behörden neben den Löscharbeiten auch zu spirituellen Maßnahmen griffen.
Bewohner in Palembang, der Hauptstadt von Süd-Sumatra, schlossen sich in Moscheen und auf Freiflächen zu gemeinsamen Gebeten zusammen und baten um Regen, um die Brände zu löschen, die seit Wochen in der Provinz wüten. Süd-Sumatra hat nach Angaben von Beamten, die Satellitendaten und Bodenberichte auswerten, die höchste Zahl an Waldbrandherden in Indonesien verzeichnet.
Die Brände haben weite Wald- und Torfflächen in den zentralen und westlichen Landesteilen verzehrt und Rauch freigesetzt, der über städtische Zentren gezogen ist. Lokale Behörden beschrieben den Dunst als erstickend; in einigen Bezirken war die Sicht eingeschränkt und die Luftqualität sank drastisch. In einigen Städten kam das tägliche Leben zum Erliegen, da die Bewohner zu Hause blieben, um der schlimmsten Luftverschmutzung zu entgehen.
Indonesien ist das bevölkerungsreichste muslimisch geprägte Land der Welt, und Gebetsversammlungen haben eine lange Tradition als öffentliche Reaktion auf kollektive Not. Am Dienstag füllten sich die Moscheen mit Gläubigen, die Bittgebete um Regen sprachen, während Gemeindeorganisatoren in den Stadtteilen, die den brennenden Torfflächen am nächsten liegen, weitere Freiluftgebete organisierten.
