Die beiden in Portugal ausgesetzten Brüder aus Colmar sind am Freitag nach Frankreich zurückgekehrt und unter Sicherheitsvorkehrungen Angehörigen übergeben worden.

Die Übergabe sei „unter Bedingungen, die ihre Sicherheit gewährleisten“, erfolgt, teilte Staatsanwaltschaft Colmar nach Angaben Medien mit. Weitere Details zur Betreuung der drei und fünf Jahre alten Kinder werde die Behörde nicht bekannt geben.

Die Mutter der Jungen, eine 41-jährige Französin, und ihr 55-jähriger Partner waren zwei Tage nach dem Fund der Kinder nahe Fátima im Zentrum Portugals festgenommen worden. Die portugiesische Justiz ordnete Untersuchungshaft an.

Der Mutter wird „Gefährdung oder Aussetzung“ zur Last gelegt. Ihrem Partner wird derselbe Vorwurf gemacht, zudem wirft ihm die Anklage „schwere Körperverletzung“ an einem der beiden Jungen vor.

Fund am Straßenrand

Die Kinder waren am 19. Mai weinend am Straßenrand der Nationalstraße zwischen Alcácer do Sal und dem Badeort Comporta entdeckt worden, etwa hundert Kilometer südlich von Lissabon. Ein Autofahrer fand die Brüder und alarmierte die Behörden.