Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Linzer Instituts IMAS empfindet ein erheblicher Teil der österreichischen Bevölkerung das Land als gespalten, wobei vor allem die Themen Zuwanderung, Sozialsysteme und der Umgang mit Religionen als Bruchlinien wahrgenommen werden.

Wahrnehmung einer gespaltenen Gesellschaft

Die Erhebung zeigt, dass die Wahrnehmung gesellschaftlicher Risse in Österreich weit verbreitet ist. Demnach sehen viele Bürgerinnen und Bürger das eigene Land nicht als geeint, sondern entlang mehrerer Konfliktlinien auseinanderdriften.

An erster Stelle der genannten Bruchlinien stehen mit 44 Prozent die Bereiche Zuwanderung, Sozialsysteme und der Umgang mit Religionen. Damit sind es vor allem migrations- und gesellschaftspolitische Fragen, an denen sich die Bevölkerung gespalten fühlt.

Zuwanderung als wichtigste Bruchlinie

Mit deutlichem Abstand folgt an zweiter Stelle das Themenfeld Politik und Regierung, das von 35 Prozent der Befragten als Bruchlinie genannt wurde. Hier spiegelt sich offenbar auch das Misstrauen gegenüber dem politischen Betrieb und seinen Institutionen wider.