Die Gewerkschaft IG Metall hat in Berlin mit rund 1.700 Beschäftigten aus mehr als 40 Betrieben für den Erhalt der deutschen Stahlindustrie und Zehntausender Arbeitsplätze demonstriert.

Unter dem Motto "Stahl hat Zukunft – bei uns!" marschierten Stahlarbeiter vom Brandenburger Tor zum Bundeswirtschaftsministerium. Nach Angaben der IG Metall beteiligten sich rund 1.700 Beschäftigte aus mehr als 40 Betrieben an der Demonstration. Die Gewerkschaft warnte, Zehntausende Arbeitsplätze in der Branche seien in Gefahr.

Demonstrationszug durch das Regierungsviertel

Die zentrale Botschaft der Kundgebung richtete sich an die Bundesregierung. "Politik muss Möglichkeiten schaffen", sagte der Zweite Vorsitzende der Gewerkschaft, Jürgen Kerner. Die IG Metall fordert verlässliche Rahmenbedingungen, damit die Unternehmen in Deutschland weiter produzieren können.

Die wirtschaftliche Lage der Branche ist nach Angaben der Gewerkschaft ernst. 2025 war die Produktion der deutschen Stahlindustrie, die besonders in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und dem Saarland vertreten ist, auf 34,1 Millionen Tonnen Rohstahl gefallen – ein Tiefstand seit der Finanzkrise 2009. Die IG Metall sieht darin eine akute Bedrohung für die Beschäftigten.