Nach einem Angriff auf einen Taxifahrer in Leoben stehen mehrere mutmaßliche Kader der rechtsextremen Identitären Bewegung Österreichs (IBÖ) unter Tatverdacht, wie die APA unter Berufung auf Ermittlungen berichtet.

Der Taxifahrer war laut STANDARD und ORF Report in der Nacht zu einer Feier der Burschenschaft Leder in eine Halle in Leoben gerufen worden. Drei Burschenschafter hätten in seinem Wagen Nazi-Parolen wie „Sieg Heil" und „Heil Hitler" gerufen, woraufhin er sie des Wagens verwiesen habe. Als er die drei Männer weiter verfolgte, kam ihm den Ermittlungen zufolge ein IBÖ-Kamerad zur Hilfe, gemeinsam mit einem deutschen Rechtsextremisten, dem der Taxifahrer nachsetzte.

Einer der Angreifer habe den Taxifahrer gewürgt und zu Boden gebracht, wo er mehrfach getreten worden sei. Der Taxifahrer verständigte die Einsatzkräfte und versuchte, die flüchtenden Männer am Weglaufen zu hindern, damit diese von der Polizei identifiziert werden konnten. Die Polizei traf ein, drang jedoch nicht in den Keller vor, in den sich die Verdächtigen zurückgezogen hatten.