Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) hat sich am Samstag besorgt über einen möglichen Drohneneinschlag auf ein Gebäude des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja im Südosten der Ukraine geäußert.
Nach Angaben des russischen Staatskonzerns Rosatom und der von Moskau eingesetzten Werksleitung soll eine ukrainische Kampfdrohne die Turbinenhalle von Reaktor sechs getroffen haben. Alexej Lichatschow erklärte, bei der Explosion sei ein Loch in die Wand der Halle gerissen worden, wichtige Anlagen seien jedoch nicht beschädigt worden. Beweise für den Angriff wurden nicht vorgelegt.
IAEA warnt und fordert Zugang
Die IAEA erklärte über die Plattform X, sie sei über einen Angriff informiert worden, bei dem ein Loch in die Wand der Halle gerissen worden sei. Rafael Grossi warnte, Angriffe auf Atomanlagen seien wie ein Spiel mit dem Feuer. Die in Wien ansässige Organisation forderte umgehend Zugang zu dem betroffenen Gebäude, um den Vorfall zu untersuchen.
Die ukrainische Armee wies die russischen Vorwürfe zurück. Sie bezeichnete die Anschuldigungen als Propagandatrick und als Versuch Russlands, eine "atomaren Erpressung" zu begehen. Die Angaben beider Seiten lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
