Wien/Saporischschja, 31. Mai 2026

Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) hat nach einem mutmaßlichen Drohneneinschlag auf das von Russland besetzte Kernkraftwerk Saporischschja im Südosten der Ukraine ihre Besorgnis geäußert und Zugang zu dem beschädigten Gebäude gefordert.

Russlands staatlicher Atomkonzern Rosatom und die von Moskau eingesetzte Werksleitung beschuldigen die ukrainische Armee, am Samstag, dem 30. Mai 2026, eine Kampfdrohne auf die Turbinenhalle von Reaktor sechs abgefeuert zu haben. Rosatom-Chef Alexej Lichatschow erklärte, durch die Explosion sei ein Loch in die Wand der Turbinenhalle gerissen worden, wichtige Anlagen seien jedoch nicht beschädigt worden.

Die ukrainische Armee wies die Vorwürfe umgehend zurück und bezeichnete sie als Propagandatrick. In einer über soziale Netzwerke verbreiteten Stellungnahme warf die Ukraine Russland einen Versuch der „atomaren Erpressung“ vor. Unabhängig überprüfen lassen sich die gegenseitigen Anschuldigungen derzeit nicht.