Dubai, 21 Juli 2026

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hat eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien im Roten Meer angekündigt und damit eine weitere zentrale Schiffsroute für den globalen Ölhandel unter Druck gesetzt.

Hintergrund: Die Huthis und der Konflikt im Jemen

Die Huthi-Miliz erklärte, Schiffe mit Ursprung oder Ziel in Saudi-Arabien an der Durchfahrt durch die Meerenge Bab al-Mandab am Horn von Afrika hindern zu wollen. Zur Begründung verwies die Führung der Miliz auf einen angeblichen saudischen Angriff auf den Flughafen der Hauptstadt Sanaa, auf dem in der Vorwoche ein iranisches Flugzeug habe landen sollen. Die Huthi-Führung brachte die Maßnahme mit dem Grundsatz „Auge um Auge" auf den Punkt.

Die Gesamtmenge an Erdöl, die Bab al-Mandab passierte, belief sich im Juni laut Kpler-Daten auf 7,4 Millionen Barrel pro Tag, was etwa sieben Prozent der weltweiten Ölproduktion entspricht. Im Jahr zuvor waren im Durchschnitt noch 4,2 Millionen Barrel täglich durch die Meerenge geflossen. Der Anstieg erklärt sich durch die Verlagerung von Lieferungen, nachdem die Straße von Hormus seit Tagen praktisch unpassierbar ist.