Berlin, 16 Juli 2026

Angesichts anhaltender Hitze und Trockenheit greifen immer mehr Kommunen und Regionen in Europa zu Wasserentnahmeverboten für private Zwecke, während in Deutschland eine Debatte über bundesweit einheitliche Regeln entbrennt.

Irland verschärft mit sechswöchiger Verordnung

Im Großraum Dublin gilt seit der vorherigen Nacht eine sechswöchige Wasserschutzverordnung, im Volksmund „Gartenschlauch-Verbot" genannt. Wie der staatliche Wasserversorger Uisce Éireann mitteilt, schwinden die Reserven in Flüssen und Stauseen. Im Großraum Dublin wurden zuletzt bis zu 693 Millionen Liter Wasser pro Tag verbraucht, rund 50 Millionen Liter mehr als im Durchschnitt. Auch landesweit liegt der private Verbrauch in Irland etwa 20 Prozent über dem üblichen Niveau.

Unter der irischen Verordnung ist es verboten, Gärten mit dem Schlauch zu bewässern, Autos zu waschen oder große Schwimmbecken mit Leitungswasser zu füllen. Zierbecken und Springbrunnen dürfen ebenfalls nicht aus der Leitung gespeist werden, Fischteiche sind ausgenommen. Verstöße können geahndet werden.