Bei einem Bürgerentscheid am Sonntag haben die Hamburgerinnen und Hamburger mit deutlicher Mehrheit von 54,9 Prozent eine Bewerbung der Hansestadt um Olympische und Paralympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 abgelehnt.

Nach Auszählung aller Stimmen votierten laut Landeswahlleiter Oliver Rudolf 357.911 Menschen mit Nein, während 293.819 für die Bewerbung stimmten. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,5 Prozent. Insgesamt waren rund 1,3 Millionen Hamburgerinnen und Hamburger ab 16 Jahren stimmberechtigt. Bereits 87,1 Prozent der abgegebenen Stimmen waren vor dem Sonntag per Briefwahl eingegangen.

Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) räumte die Niederlage noch am Abend ein. „Das Votum gegen die Bewerbung ist für den Senat verbindlich. Ich bedauere die Entscheidung, aber ich habe soeben den Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes darüber informiert, dass Hamburg die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele nicht aufrecht erhält“, sagte Tschentscher. Er dankte zugleich allen Unterstützerinnen und Unterstützern der Kampagne.