Grainau, 23 September 2026

An der Zugspitze in Bayern hat sich am Mittwochmorgen ein massiver Felssturz ereignet, bei dem laut Forschern der Technischen Universität München auftauender Permafrost als Ursache in Frage kommt.

Nach Angaben der Bergwacht Grainau lösten sich am Vormittag große Gesteinsmassen aus dem Gipfelbereich der Zugspitze. Eine gewaltige Staubwolke stieg auf und war über das Tal hinweg sichtbar. Die Bergwacht Grainau koordinierte die Sicherungsmaßnahmen und sperrte betroffene Wege und Routen rund um den Berg. Verletzte waren nach ersten Erkenntnissen nicht zu beklagen, die Einsatzkräfte meldeten den Vorfall am späten Vormittag.

Permafrost als Auslöser im Fokus

Als wahrscheinlichste Ursache nennen Forschende der Technischen Universität München den auftauenden Permafrost im Fels. Dauerhaft gefrorener Boden wirkt nach Angaben von Experten wie ein Kitt, der lose Gesteinspartikel zusammenhält. Schmilzt dieser Kitt, verliert der Fels seinen inneren Zusammenhalt – dann können sich große Blöcke lösen und talwärts stürzen.