Der Gemeinderat von Grabern hat im März 2026 einstimmig beschlossen, das 166 Jahre alte Volksschulgebäude in Schöngrabern 173 zu verkaufen, wobei künftig das Nachnutzungskonzept stärker gewichtet werden soll als der Kaufpreis.

Bereits im März legte sich der Graberner Gemeinderat fest, dass das 166 Jahre alte Gebäude an der Adresse Schöngrabern 173 verkauft werden soll. Der Beschluss fiel einstimmig, wie aus dem Grundsatzbeschluss hervorgeht: „heißt es im einstimmigen Grundsatzbeschluss".

Damit wird ein Gebäude aus dem Jahr 1860 – „Sie steht seit 1860" – nach mehr als anderthalb Jahrhunderten kommunaler Nutzung veräußert. Über den Zeitpunkt des Verkaufs und den erzielten Erlös wurde in den vorliegenden Informationen nichts Genaueres berichtet.

Der Gemeinderat verknüpft den Verkauf mit einer klaren Leitlinie: Käuferinnen und Käufer müssen ein überzeugendes Konzept für die künftige Nutzung vorlegen. „Das Konzept der Nachnutzung soll eine höhere Gewichtung erhalten als der angebotene Kaufpreis", heißt es aus dem Rathaus.

Leitlinie des Gemeinderats

Hintergrund der Veräußerung ist die Eröffnung der neuen Volksschule in Mittergrabern. „Im Herbst 2025 wurde die neue Volksschule in Mittergrabern" ihrer Bestimmung übergeben – ein Projekt, das in der Region viel Beachtung fand: „ein vielbeachtetes 6,2-Millionen-Euro-Projekt".

Mit dem Bezug des Neubaus, der 6,2 Millionen Euro gekostet hat, wird das alte Schulhaus in Schöngrabern für den Schulbetrieb nicht mehr benötigt. Der Standort bleibt jedoch durch das denkmalgeschützt wirkende Gebäude aus dem 19. Jahrhundert sichtbar.