Die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats (GPK-N) wirft dem Bundesrat schwere Versäumnisse bei der Beschaffung neuer F-35-Kampfjets vor und beanstandet, dass der Vertrag nicht einmal nach dem Vieraugenprinzip geprüft worden sei.

Die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats hat in einem neuen Bericht deutliche Kritik an der Führung des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) geübt. Im Zentrum steht die Frage, wie der Bund den milliardenschweren Kauf neuer Kampfjets vom Typ F-35 abgewickelt hat. Die Kommission kommt zum Schluss, dass das Verfahren Mängel bei der internen Kontrolle aufwies und dass zentrale Grundsätze der Verwaltungsführung nicht eingehalten wurden.

Besonders schwer wiegt der Vorwurf, dass der Vertrag über das teuerste Rüstungsgeschäft in der Landesgeschichte nicht einmal mit dem Vieraugenprinzip geprüft worden sei, «wie es im Bericht der Geschäftsprüfungskommission heisst». Damit habe das zuständige Departement gegen eine zentrale Regel der Bundesverwaltung verstossen, die verlangt, dass wichtige Entscheidungen und Verträge von mindestens zwei Personen kontrolliert und gegengezeichnet werden.