Brüssel, 25 Juni 2026
Der Europäische Gewerkschaftsbund und weitere europäische Gewerkschaftsverbände haben angesichts der aktuellen Hitzewelle verbindliche Schutzmaßnahmen für Beschäftigte in der EU gefordert und dabei auf eine Reihe hitzebedingter Todesfälle am Arbeitsplatz im Sommer 2025 verwiesen.
Der Europäische Gewerkschaftsbund kritisierte, Arbeitgeber unternähmen zu wenig, um Beschäftigte während Hitzeperioden zu schützen. Die Organisation verwies auf mehrere Todesfälle im Arbeitskontext im Sommer 2025, die auf hohe Temperaturen zurückgeführt werden. Gewerkschaftsvertreter forderten verbindliche Obergrenzen für Temperaturen am Arbeitsplatz, Regeln für Arbeits- und Ruhephasen mit bezahlten Pausen sowie Zugang zu Schatten, Wasser und Kühlung.
Als Vorbild nannten die Gewerkschaften die Kühlpausen bei der Fußball-Weltmeisterschaft, die wegen hoher Temperaturen eingeführt worden waren. Diese Pausen dauern nach Angaben des Europäischen Gewerkschaftsbunds jedoch nur "gerade einmal drei Minuten". Esther Lynch vom Europäischen Gewerkschaftsbund erklärte: "Bauarbeiter, Obstpflücker oder Busfahrer benötigen deutlich mehr als drei Minuten, um sich zu erholen."
