Die Arbeiterkammer (AK) hat gemeinsam mit der Medizinischen Universität Wien (MedUni) eine neue Studie zu Hitzebelastung am Arbeitsplatz vorgestellt und ein gesetzlich geregeltes „Hitzefrei" sowie verbindliche Schutzmaßnahmen für Innenräume gefordert.
Bei einer Pressekonferenz am Montag in Wien präsentierten die AK und die MedUni Wien die Ergebnisse einer Untersuchung, die medizinisch begründete Richtwerte für maximale Arbeitszeiten und Pausen bei Hitze liefern soll. Laut AK steigt ab 30 Grad Celsius das Unfallrisiko um sieben Prozent. Ab einer Lufttemperatur von 27 Grad Celsius nehme zudem die geistige Leistungsfähigkeit ab.
Studienautor Hans-Peter Hutter von der MedUni Wien betonte, dass die reguläre Temperatur allein wenig über die tatsächliche Belastung aussagt. „Ob Hitze zur Gesundheitsgefahr wird, hängt maßgeblich von Luftfeuchtigkeit, Strahlungswärme bzw. Sonneneinstrahlung und vor allem von der konkreten Arbeitsschwere ab. Neben einer verringerten Produktivität, Unfällen und akuten Erkrankungen kann Hitzestress auch zu Langzeitschäden führen", erklärte Hutter. Dazu zählen etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenschäden und Fruchtbarkeitsprobleme.
