Bogotá, 31. Mai 2026
Überschattet von einer der schwersten Gewaltwellen der letzten Jahre haben die Kolumbianer am Sonntag in der ersten Runde der Präsidentenwahl einen Nachfolger für den scheidenden Staatschef Gustavo Petro gesucht.
Nach Schließung der Wahllokale und Auszählung erster Stimmen zeichnet sich eine Stichwahl zwischen dem rechtsgerichteten Anwalt Abelardo de la Espriella und dem linken Senator Iván Cepeda ab. Laut Teilresultaten entfielen auf de la Espriella rund 44 Prozent der Stimmen. Keiner der insgesamt 14 Kandidaten erreichte die absolute Mehrheit.
Die Wahl fand unter massiven Sicherheitsvorkehrungen statt. Der Wahlkampf war von einer Serie von Angriffen überschattet worden, bei denen mehrere Zivilisten, Soldaten und Polizisten getötet oder verletzt wurden. Im Juni des vergangenen Jahres wurde der konservative Senator Miguel Uribe Turbay bei einer Wahlkampfveranstaltung in Bogotá angeschossen und erlag später seinen Verletzungen.
