Berlin, 16 Juni 2026

Alexander Dobrindt (CSU) hat in Berlin das Gemeinsame Abwehrzentrum gegen hybride Bedrohungen (GAZ Hybrid) eröffnet, das künftig als Koordinierungsplattform für Polizei, Nachrichtendienste und weitere Bundesbehörden dienen soll.

Das neue Zentrum ist keine eigenständige Behörde, sondern eine Koordinierungsplattform für die Zusammenarbeit verschiedener Sicherheitsbehörden. Organisatorisch wird es vom Bundesamt für Verfassungsschutz betreut, das in seiner Berliner Liegenschaft jedoch "quasi nur Gastgeber" ist. Zu den beteiligten Stellen gehören unter anderem der Verfassungsschutz, der Bundesnachrichtendienst (BND), der Militärische Abschirmdienst (MAD) sowie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das für Cybersicherheit zuständig ist.

Ziel der Plattform ist es, Erkenntnisse aus verschiedenen Bereichen zusammenzuführen. "Bei den Sitzungen der gemeinsamen Zentren gibt es grundsätzlich keine Hierarchie. Vielmehr wird in den Lagebesprechungen sowie bei den Treffen der einzelnen Arbeitsgruppen in der Regel gemeinsam über das weitere Vorgehen entschiedien." So soll hybriden Kampagnen frühzeitig begegnet werden, etwa Einflussnahmen vor Wahlen, Cyberattacken oder Sabotageakten.