Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe vom Juli 2021 haben am Dienstag in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz Gedenkveranstaltungen für die Opfer begonnen, zu denen unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Bad Neuenahr-Ahrweiler erwartet wird.
In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 hatten extreme Niederschläge weite Teile Westdeutschlands getroffen. Allein in Nordrhein-Westfalen starben nach offiziellen Angaben 49 Menschen, im gesamten Bundesgebiet wurden mehr als 180 Tote registriert. Die wirtschaftliche Gesamthöhe der Schäden in NRW liegt nach bisheriger Bilanz bei über 12 Milliarden Euro.
Chronik einer Nacht: Als Hagen zur ersten Stadt wurde
„Der Tag heute ist geprägt vom Gedenken an die Opfer der Katastrophe in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021“, heißt es im Begleittext eines Liveblogs zum Jahrestag. „Guten Morgen zu unserem Liveblog „Fünf Jahre nach der Ahrtalflut“.“ Der SWR überträgt die zentrale Gedenkveranstaltung in Bad Neuenahr-Ahrweiler live im Fernsehen und im Stream.
Bereits am Morgen des 14. Juli 2021 hatten die Einsatzkräfte in Hagen Hunderte Notrufe wegen Überflutungen, Erdrutschen und umgestürzter Bäume abgearbeitet. „Hagen wurde 2021 als erste Stadt in Deutschland von der Flut heimgesucht“, heißt es in der Chronik. Der Vichtbach-Staudamm bei Aachen drohte am frühen Morgen überzulaufen, später mussten Autobahnen gesperrt und der Bahnverkehr im Raum Bonn eingestellt werden. In Erkrath wurde eine Flüchtlingsunterkunft evakuiert, weil die Kanalisation vollständig überlastet war.
