Frankreich hat im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft Paraguay mit 1:0 (0:0) besiegt und trifft im Viertelfinale am Donnerstag in Boston auf Marokko.

Frankreich hat sich am Samstag, dem 4. Juli, in Philadelphia mit einem knappen 1:0 (0:0)-Sieg gegen Paraguay für das Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert. Vor 68.324 Zuschauerinnen und Zuschauern im Lincoln Financial Field entschied ein verwandelter Strafstoß von Kapitän Kylian Mbappé in der 70. Minute die hart umkämpfte Partie. Der zweimalige Weltmeister steht damit zum vierten Mal in Folge in der Runde der letzten acht und trifft am Donnerstag um 22:00 Uhr in Boston auf Marokko.

Das Spiel war geprägt von großer Hitze: bei fast 40 Grad Außentemperatur, gefühlt sogar 46 Grad, handelte es sich laut Berichten um die bislang heißeste Partie dieses Turniers. Lange mussten sich die französischen Fans bei rund 40 Grad Celsius in der Hitze von Philadelphia gedulden, wie es im Liveticker der Neuen Zürcher Zeitung hieß. Trotz der extremen Bedingungen und eines überschrittenen FIFPro-Schwellenwerts von 35,5 Grad entschied die FIFA, die Partie nicht zu verschieben. Viele Anhängerinnen und Anhänger nutzten die rot-weiß-blauen Papierklatscher, die im Stadion verteilt wurden, vor allem als Fächer oder Sonnenschutz.

Hitze als heimlicher Gegner

Frankreich hatte zwar über 80 Prozent Ballbesitz, tat sich gegen die defensiv kompakte und körperlich aggressive Mannschaft aus Südamerika aber lange schwer. Paraguay hatte zuvor für eine Sensation gesorgt, als die Mannschaft Deutschland im Achtelfinale nach 120 Minuten im Elfmeterschießen bezwang. Trainer Gustavo Alfaro hatte die französische Offensive vor dem Spiel als "Sturm" bezeichnet, doch seine Mannschaft verteidigte leidenschaftlich und setzte auf Konter sowie robuste Zweikämpfe.