Frankreich trifft im Achtelfinale auf Paraguay – Deschamps warnt vor den Südamerikanern
Philadelphia, 03. Juli 2026
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Kurzfassung
Frankreich trifft im WM-Achtelfinale in Philadelphia auf Paraguay, das zuvor Deutschland im Elfmeterschießen ausgeschaltet hat. Trainer Didier Deschamps warnt vor dem nächsten Gegner, während die offensive Breite der Franzosen um Mbappé, Dembélé und Olise für Zuversicht sorgt.
Im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 trifft Mitfavorit Frankreich am Samstag um 23 Uhr im Philadelphia-Stadion auf Paraguay, das im Sechzehntelfinale überraschend die deutsche Mannschaft eliminiert hat.
Frankreich souverän im Achtelfinale
Frankreich hat sich im Sechzehntelfinale souverän mit einem 3:0-Sieg gegen Schweden durchgesetzt und steht damit erwartungsgemäß in der Runde der letzten 16. Stürmerstar Kylian Mbappé erzielte einen Doppelpack und untermauerte seine Rolle als Anführer der französischen Offensive. Der Sieg gegen die Skandinavier war die konsequente Fortsetzung einer starken Gruppenphase, in der die Équipe Tricolore als Mitfavorit auf den WM-Titel gilt.
Mit dem Einzug ins Achtelfinale wartet nun ein unerwartet schwerer Gegner auf den Weltmeister von 2018 und Vizeweltmeister von 2022. Paraguay, das im Elfmeterschießen einen 4:3-Sieg gegen das DFB-Team feierte, hat im bisherigen Turnierverlauf auf sich aufmerksam gemacht. Die Südamerikaner um ihren Schlüsselspieler Julio Enciso, der an allen bisherigen Toren seines Teams direkt beteiligt war, gehen ohne Angst in die Partie.
Deschamps warnt vor Paraguay
Frankreichs Trainer Didier Deschamps ist vor dem Achtelfinale gegen die Weiß-Roten gewarnt: "Ich habe mir Paraguay angesehen: Was sie erreicht haben, ist kein Unfall." Diese Einschätzung unterstreicht, dass der französische Trainer den kommenden Gegner trotz dessen Außenseiterrolle ernst nimmt. Die Deutschen hatten im Sechzehntelfinale die physische und taktische Stärke der Paraguayer unterschätzt – ein Fehler, den Deschamps nicht wiederholen will.
Wie unangenehm die Südamerikaner zu spielen sind, können die Franzosen direkt bei der deutschen Mannschaft erfragen. Das DFB-Team scheiterte nicht an mangelnder Qualität, sondern an der kämpferischen Einstellung und der taktischen Disziplin des Gegners. Paraguay präsentierte sich als typisches südamerikanisches Team, das sehr stark im Zweikampf agiert, sehr zäh auftritt und auch über sehr gute Einzelspieler verfügt.
Eine Offensive der Superlative
Auf der anderen Seite kann Frankreich mit einer beeindruckenden Offensivreihe aufwarten. Die Sturmformation mit Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé, Michael Olise, Bradley Barcola und Désiré Doué rückt Vergleichen mit legendären Angriffen immer näher. Alle 13 Tore, die die Franzosen in ihren vier Spielen erzielt haben, gehen auf das Konto dieser fünf Spieler – zehn davon schossen allein Mbappé und Dembélé.
Hinzu kommt die außergewöhnliche Breite des französischen Kaders in der Offensive. Abgesehen vom fast blinden Verständnis zwischen Mbappé, Dembélé und Olise ist auch frappierend, wie breit der Weltmeister 2018 und Vizeweltmeister 2022 offensiv aufgestellt ist. Dazu glänzt diesmal Michael Olise mit vier Vorlagen und den meisten Offensivaktionen (38) aller Spieler des bisherigen Turniers.
Die statistische Ausbeute der Franzosen ist bemerkenswert und historisch relevant. Nur Brasiliens Angriffstrio um Ronaldo, Rivaldo und Ronaldinho war bei der WM 2002 mit 15 Treffern noch erfolgreicher, als die "Seleção" damit zu ihrem fünften und bisher letzten Titel führte. Der Vergleich verdeutlicht die außergewöhnliche Qualität der aktuellen französischen Offensive und ihre Fähigkeit, Spiele auch gegen defensive Gegner zu entscheiden.
Paraguays Selbstvertrauen nach dem DFB-Coup
Julio Enciso, der Paraguay gegen Deutschland in Führung gebracht hatte, sendet derweil eine klare Botschaft an den Favoriten: "Wir wissen, was wir können, und werden jedem, der auf uns trifft, Schaden zufügen." Diese Aussage unterstreicht die Entschlossenheit der "Albirroja", die nach dem deutschen Team nun auch den nächsten großen Favoriten ärgern will. Enciso war mit zwei Toren sowie einem Assist an allen bisherigen Turniertoren Paraguays beteiligt.
Die Motivation auf Seiten der Paraguayer ist greifbar. Sie haben im Sechzehntelfinale überraschend Deutschland aus dem Turnier befördert und wollen nun das nächste WM-Wunder schaffen. Der Glaube an die eigene Stärke, die durch den Sieg gegen den DFB nachhaltig gestärkt wurde, könnte zum entscheidenden Faktor werden. "Der Gegner scheint dabei fast zweitrangig: Wir haben vor niemandem Angst", lautet die Devise im paraguayischen Lager.
Für Frankreich geht es darum, die gewohnte Dominanz aus den vorherigen Spielen auch gegen einen unangenehmen Gegner auf den Platz zu bringen. Die Mannschaft von Deschamps muss dabei vor allem die körperliche Robustheit der Paraguayer ernst nehmen und gleichzeitig die eigene spielerische Überlegenheit in Tore ummünzen. Ein Scheitern im Achtelfinale wäre für den Mitfavoriten eine herbe Enttäuschung.
Duell der Spielphilosophien
Mbappé, der bereits gegen Schweden seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellte, wird auch gegen Paraguay die zentrale Figur im französischen Angriffsspiel sein. Gemeinsam mit Dembélé bildet er ein Duo, das in diesem Turnier bereits zehn Treffer erzielt hat – eine Bilanz, die die paraguayische Defensive vor enorme Probleme stellen wird. Die Frage wird sein, ob Paraguay diese Offensivkraft mit seiner kämpferischen und taktischen Leistung neutralisieren kann.
Das Duell zwischen Frankreich und Paraguay verspricht ein Aufeinandertreffen zweier Mannschaften mit völlig unterschiedlichen Spielphilosophien zu werden. Während die Franzosen auf technische Klasse, Tempo und eine tief besetzte Offensive setzen, werden die Paraguayer mit harter Arbeit, taktischer Disziplin und einem unbändigen Siegeswillen in die Partie gehen. Das Philadelphia-Stadion bildet die Kulisse für ein Duell, das fußballerisch wie auch emotional alles zu bieten hat.
Mit dem Anpfiff um 23 Uhr beginnt für beide Mannschaften die vielleicht wichtigste Partie des Turniers. Für Frankreich wäre das Weiterkommen der erwartete Schritt Richtung Titel, für Paraguay die Chance auf eine weitere historische Sensation. Die Vorzeichen könnten kaum unterschiedlicher sein, doch im Fußball zählt bekanntlich nur das, was auf dem Platz passiert.
Frankreich, einer der Favoriten auf den WM-Titel, geht mit dem Selbstvertrauen von vier Siegen und einer überragenden Offensivstatistik in diese Partie. Paraguay hingegen reist mit dem Rückenwind eines der größten Siege der eigenen Turniergeschichte an und will beweisen, dass das Ausschalten der deutschen Mannschaft kein einmaliger Ausrutscher war. Das Achtelfinale wird zeigen, welches Team den Druck des Moments besser meistert.
Fragen & Antworten
Wer ist Didier Deschamps?
Didier Deschamps ist der Trainer der französischen Nationalmannschaft, die als Mitfavorit auf den WM-Titel 2026 gilt. Vor dem Achtelfinale gegen Paraguay warnte er ausdrücklich vor der Stärke des Gegners.
Wie hat Paraguay Deutschland aus dem Turnier geworfen?
Paraguay besiegte Deutschland im Sechzehntelfinale der WM 2026 im Elfmeterschießen mit 4:3. Matchwinner war Julio Enciso, der Paraguay zuvor in Führung gebracht hatte.
Wie viele Tore hat Frankreichs Offensive bisher erzielt?
In den vier Spielen bis zum Achtelfinale erzielte die französische Mannschaft 13 Tore, die alle auf das Konto von Mbappé, Dembélé, Olise, Barcola und Doué gingen. Zehn dieser Tore schossen allein Mbappé und Dembélé.
WM 2026 Achtelfinale: Frankreich gegen Paraguay | finanz360