Frankreich ringt Paraguay nieder: Mbappé per Elfmeter ins Viertelfinale
Philadelphia, 05. Juli 2026
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Kurzfassung
Frankreich hat im Achtelfinale der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in Philadelphia Paraguay mit 1:0 (0:0) besiegt und steht damit im Viertelfinale. Den entscheidenden Treffer erzielte Kylian Mbappé in der 70. Minute per Foulelfmeter, nachdem Schiedsrichter Ilgiz Tantashev nach einem VAR-Check auf Strafstoß entschieden hatte.
Frankreich hat sich am Samstagabend in Philadelphia im Achtelfinale der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 mit 1:0 (0:0) gegen Paraguay durchgesetzt und trifft im Viertelfinale auf Marokko, das zuvor Co-Gastgeber Kanada ausgeschaltet hatte.
Heißer Auftakt in Philadelphia
Die Équipe Tricolore, die bislang in jedem WM-Spiel mindestens drei Tore erzielt hatte, tat sich gegen den Außenseiter aus Südamerika über weite Strecken schwer. Im Philadelphia Stadium, in dem nach Angaben des Veranstalters 68.324 Zuschauerinnen und Zuschauer Platz fanden, herrschten zum Anpfiff um 17:00 Uhr Ortszeit (23:00 Uhr MESZ) Temperaturen von rund 37 Grad Celsius, die im Verlauf der Partie auf bis zu 40 Grad anstiegen.
Frankreichs Trainer Didier Deschamps, der das Team nach dem Turnier verlässt, nahm im Vergleich zum 3:0 gegen Schweden in der Runde der letzten 32 eine Änderung vor: Für den verletzten Aurélien Tchouaméni rückte Manu Koné in die Anfangsformation. Paraguays Coach Gustavo Alfaro wechselte gleich dreimal und brachte unter anderem Diego Gómez, der nach seiner Gelbsperre aus dem Deutschland-Spiel zurückkehrte, Gustavo Velázquez und den genesenen Omar Alderete in die Startelf.
Aufstellungen und Wechsel im Vorfeld
Die erste Torchance der Partie gehörte Frankreich: In der 22. Minute fasste sich Manu Koné ein Herz und zog aus 22 Metern mit dem linken Fuß ab, verfehlte die linke Ecke aber knapp. Auch in der 33. Minute blieb ein Distanzschuss von Adrien Rabiot aus 24 Metern ohne zählbaren Erfolg. Die Équipe Tricolore, "die bislang in jedem WM-Spiel mindestens drei Tore erzielte", fand gegen die tief stehenden Guaraníes lange kein Durchkommen.
Paraguay agierte aus einer kompakten Defensive heraus und verteidigte phasenweise mit neun Feldspielern im eigenen Strafraum. Den ersten Abschluss der Südamerikaner verbuchte Diego Gómez in der 28. Minute, als er einen Nachschuss aus 25 Metern deutlich am rechten Pfosten vorbei setzte. In der 35. Minute geriet die Partie kurzzeitig hitzig: Andrés Cubas hielt Kylian Mbappé im Eins-gegen-Eins fest, woraufhin dieser zurückschubste und eine Rudelbildung auslöste. Schiedsrichter Ilgiz Tantashev aus Usbekistan beließ es bei Ermahnungen.
Erste Halbzeit: Frankreich sucht, Paraguay blockt
Zur Pause stand es zwischen Paraguay und Frankreich noch 0:0. Drei Minuten offizielle Nachspielzeit wurden im ersten Durchgang angezeigt, in der 23. Minute gab es zudem eine erste Trinkpause wegen der extremen Hitze. Auch zu Beginn der zweiten Hälfte erhöhte Frankreich den Druck: In der 52. Minute spielte Maignan einen langen Ball auf Mbappé, der jedoch in letzter Sekunde von Cáceres geblockt wurde. Kurz darauf, in der 55. Minute, zwang Manu Koné Paraguays Torhüter Orlando Gill mit einem Rechtsschuss aus 20 Metern zu einer Glanzparade, als er das Geschoss noch mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte.
Verletzungen zwangen beide Seiten zu frühen Wechseln. In der 58. Minute musste bei Paraguay Omar Alderete, der das Spiel gegen Deutschland aufgrund von Knieproblemen verpasst hatte, ausgewechselt werden; José Canale übernahm. Nur wenige Minuten später musste auch Julio Enciso, gegen die DFB-Auswahl noch Torschütze, am Boden sitzend aufgeben, Gustavo Caballero kam für ihn. Bei Frankreich brachte Deschamps in der 61. Minute Désiré Doué für Bradley Barcola, der bereits in der 19. Minute nach einem taktischen Foul an Juan José Cáceres die Gelbe Karte gesehen hatte.
Doué kommt, Frankreich erhöht den Druck
Die Hereinnahme von Doué, der in der 61. Minute eingewechselt wurde und bereits kurz darauf im Strafraum gefoult worden sein soll, sollte sich als Schlüssel zum Erfolg erweisen. Nach einem Hinweis des Videoassistenten entschied Schiedsrichter Tantashev auf Strafstoß für Frankreich. In der 70. Minute trat Kylian Mbappé an, um die Éxito per Elfmeter perfekt zu machen, und schickte die Kugel in die untere rechte Ecke.
Es war Mbappés 19. WM-Tor im Laufe seiner Karriere. Damit zog der Franzose, der seine Clubspielen in der spanischen Hauptstadt bei Real Madrid bestreitet, mit Lionel Messi gleich, der mit 20 WM-Treffern weiterhin knapp vor ihm liegt. In diesem Turnier steht für Mbappé eine Bilanz von sieben Toren zu Buche. Darüber hinaus hatte der Stürmer in der 31. Minute eine scharfe Hereingabe von Ousmane Dembélé nur knapp verpasst und in der 39. Minute einen Schuss knapp am Tor vorbei gesetzt; zudem hatte der Spanier sich in der Nachspielzeit eine Doppelchance erarbeitet, die er jedoch ungenutzt ließ.
Mbappé trifft – und zieht mit Messi gleich
Die Angriffsreihe um den amtierenden Weltfußballer Ousmane Dembélé sowie Michael Olise, der mit einer weiteren Torvorlage mit Pelé gleichziehen könnte, der 1970 sechs Treffer vorbereitet hatte, blieb aus dem offenen Spiel heraus weitgehend blass. Erst nach dem Seitenwechsel und mit der Einwechslung Doués wurde die französische Offensive durchschlagskräftiger. Über weite Strecken hatte Frankreich deutlich mehr Ballbesitz: Bis zur 49. Minute brachte das Deschamps-Team 310 Pässe an den Mann, Paraguay lediglich 49.
Auf paraguayischer Seite stand Torhüter Orlando Gill, der im Elfmeterschießen gegen Deutschland noch der gefeierte Held gewesen war, erneut im Mittelpunkt und hielt seine Mannschaft mit mehreren Paraden lange im Spiel. Paraguay, das im Achtelfinale gegen die DFB-Auswahl mit einer defensiven Ausrichtung überzeugt und "deutsche Offensivkräfte wie Havertz und Wirtz neutralisiert" hatte, setzte auch gegen Frankreich auf Konter, die allerdings meist an der aufmerksamen französischen Hintermannschaft abprallten. Verlass war einmal mehr auf den Angriff über die schnellen Spitzen, doch Enciso blieb häufig isoliert.
Ausblick: Viertelfinale gegen Marokko
Frankreich trifft im Viertelfinale am Donnerstag (22:00 Uhr Ortszeit) in Boston auf Marokko. Die Nordafrikaner hatten im Achtelfinale Co-Gastgeber Kanada besiegt und treffen nun auf einen Gegner, den sie bereits aus dem Halbfinale der WM 2022 kennen, das Frankreich 2:0 für sich entschied. Für Frankreich ist es die vierte WM-Viertelfinalteilnahme in Folge – ein Beleg für die Konstanz des amtierenden Weltmeisters von 1998.
Bereits vor dem Anpfiff hatte die Vorgeschichte zwischen beiden Nationen für Gesprächsstoff gesorgt. Bei der WM 1998 hatte Frankreich Paraguay im Achtelfinale erst in der Verlängerung durch ein Golden Goal in der 114. Minute mit 1:0 bezwungen – auf dem Weg zum späteren Titelgewinn. Bei der nächsten Begegnung, dem Duell am Samstagabend, behielt die Équipe Tricolore einmal mehr die Oberhand, wenngleich die Leistung in der Offensive hinter den Erwartungen zurückblieb.
Historisches Duell: Déjà-vu von 1998
Frankreich ist somit in Philadelphia als Sieger vom Platz gegangen, auch wenn das Ergebnis knapper ausfiel als erwartet. Frankreich habe "bislang in jedem WM-Spiel mindestens drei Tore erzielt" – diese Serie riss in der Hitse Philadelphias, doch Mbappés später Elfmeter sicherte den Weiterzug und damit die Chance auf den vierten WM-Titel nach 1998 und 2018.
"2010 erreichten die Südamerikaner das Viertelfinale" – und stehen nun, sechzehn Jahre später, abermals unter den letzten Acht Nationen der Welt. Allerdings wartet mit Marokko ein unbequemer Gegner, der bereits in dieser WM für die eine oder andere Überraschung gesorgt hat.
Fragen & Antworten
Wer hat das Tor zwischen Frankreich und Paraguay erzielt?
Kylian Mbappé verwandelte in der 70. Minute einen von Schiedsrichter Ilgiz Tantashev nach einem VAR-Check gegebenen Foulelfmeter und entschied die Partie mit 1:0 für Frankreich.
Wie ist Frankreich ins Viertelfinale gekommen?
Frankreich setzte sich am Samstagabend in Philadelphia im Achtelfinale gegen Paraguay mit 1:0 (0:0) durch und trifft am Donnerstag in Boston im Viertelfinale auf Marokko.
Welche Vorgeschichte haben die Duelle zwischen Frankreich und Paraguay bei WM-Turnieren?
Bei der WM 1998 besiegte Frankreich Paraguay im Achtelfinale erst in der Verlängerung durch ein Golden Goal in der 114. Minute; das Duell am Samstag war bereits das dritte WM-Aufeinandertreffen beider Mannschaften.
Frankreich schlägt Paraguay 1:0 – Mbappé per Elfmeter ins | finanz360