Berlin, 25 August 2026
Der Flughafenverband ADV hat seine Passagierprognose für den deutschen Luftverkehr nach unten korrigiert und warnt vor anhaltenden Wettbewerbsnachteilen im europäischen Vergleich.
Die deutschen Flughäfen müssen ihre Erwartungen an die Passagierentwicklung für das laufende Jahr deutlich nach unten schrauben. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) teilte mit, dass die ursprünglich angenommene Erholung schwächer ausfällt als erhofft.
Als zentralen Grund nannte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel die anhaltend hohen Standortkosten an deutschen Flughäfen. Trotz der Absenkung der Luftverkehrsteuer blieben die staatlichen Standortkosten deutlich über dem europäischen Niveau. Damit gerate der Standort Deutschland bei jeder neuen Krise mit einem erheblichen Wettbewerbsnachteil ins Geschehen.
Hintergrund: Warum die Standortkosten entscheidend sind
„Deutschland startet mit einem erheblichen Wettbewerbsnachteil in jede Krise. Trotz der Absenkung der Luftverkehrsteuer bleiben die staatlichen Standortkosten deutscher Flughäfen deutlich über dem europäischen Niveau“, erklärte die ADV in einer Mitteilung. Der Verband sieht damit die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Luftverkehrsdrehscheiben gefährdet.
