Fiskalratschef Christoph Badelt hat in der ORF-„Pressestunde“ am Sonntag die stockenden Budgetverhandlungen der Dreierkoalition als normalen „Preis einer Koalition“ bezeichnet und gleichzeitig eine pessimistischere Einschätzung der finanziellen Lage Österreichs als Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) abgegeben.
Badelt erklärte, er würde die Situation nicht als chaotisch bezeichnen. „Das ist nun mal so in einer Koalition“, sagte er. Dass bestimmte Vorhaben miteinander verknüpft werden, sei „irgendwie der Preis einer Koalition“.
Finanzminister Marterbauer hatte zuvor mitgeteilt, dass die Verhandlungen zum Doppelbudget 2027/28 abgeschlossen seien. Das dazugehörige Budgetbegleitgesetz wurde allerdings noch nicht vorgelegt.
Pessimistischere Prognose als der Finanzminister
Der Fiskalrat sei in seiner Prognose für die österreichischen Staatsfinanzen pessimistischer als der Finanzminister, führte Badelt aus. Dies liege zum Teil an technischen Faktoren, etwa daran, dass Sparmaßnahmen auch die Steuereinnahmen reduzierten.
