Das Filmfest München 2026 hat nach zehn Tagen mit rund 95.000 Besucherinnen und Besuchern geendet und dabei Stars wie David Duchovny und Pedro Almodóvar empfangen.

Bei brütender Hitze präsentierte das Filmfest München insgesamt 130 Filme aus 56 Ländern. Wie die Veranstalter mitteilten, lag die vorläufige Besucherzahl bei etwa 95.000 und damit rund 4.000 über dem Vorjahr. Eröffnet worden war das Festival mit dem Historienfilm "Vaterland".

Im Mittelpunkt des Abends stand der US-amerikanische Schauspieler David Duchovny, der den undotierten Ehrenpreis CineMerit erhielt. In seiner Dankesrede setzte er sich kritisch mit dem amerikanischen Selbstverständnis als "Winner-Nation" auseinander und formulierte: "Lasst uns doch mal verlieren. Lasst uns verlieren, uns gegenseitig umarmen und sagen: Wir sind alle Verlierer. Können wir jetzt liebhaben?"

Duchovnys politische Botschaft

Seine Worte waren zugleich ein direkter Seitenhieb gegen US-Präsident Donald Trump und dessen Wahlslogan. Schmerz und Verlust seien es, die Menschen vereinten, sagte Duchovny weiter: "Es sind der Schmerz und der Verlust, die uns vereinen – nicht Erfolg oder große Höhenflüge." Über den Moment der Auszeichnung sagte der 65-Jährige: "Solche Momente erlebt man vielleicht ein- oder zweimal im Leben, wenn man Glück hat."

Neben Duchovny wurde in dieser Woche auch der italienische Schauspieler Toni Servillo mit einem CineMerit Award ausgezeichnet. Zu den weiteren prominenten Gästen zählten Sandra Hüller, Veronica Ferres, Tobias Moretti sowie die Brüder Florian und Maximilian Brückner. Der spanische Regisseur Pedro Almodóvar gehörte ebenfalls zu den Stargästen des Festivals.