Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und die Industriestaaten-Organisation OECD erwarten in ihrem gemeinsamen „Agricultural Outlook 2026–2035“ einen Anstieg der weltweiten Agrar- und Fischereiproduktion um 13 Prozent in den kommenden zehn Jahren.
Laut dem am Montag in Paris vorgestellten Bericht ist der Zuwachs hauptsächlich auf Produktivitätssteigerungen und eine Intensivierung der Produktion zurückzuführen. Der Agrar-„Outlook" umfasst unter anderem Getreide, Fleisch, Molkereiprodukte, Speiseöl und Zucker. Das landwirtschaftliche Wachstum wird sich laut Prognose auf Asien, Subsahara-Afrika und Lateinamerika konzentrieren.
Mit dem Anstieg der Produktion gehen jedoch steigende Treibhausgasemissionen einher. FAO und OECD erwarten einen direkten Anstieg der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich um 6,5 Prozent. Auf die Viehhaltung würden voraussichtlich rund 77 Prozent dieses Anstiegs entfallen, was auf wachsende Tierbestände zurückzuführen sei, während synthetische Düngemittel durch höhere Lachgasemissionen bis 2035 schätzungsweise weitere 23 Prozent beitragen werden.
