Die Evotec SE hat am späten Montagabend vorläufige Zahlen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2026 vorgelegt und ihre Jahresprognose drastisch nach unten korrigiert, woraufhin der Aktienkurs des im SDAX gelisteten Unternehmens zeitweise um rund 30 Prozent einbrach.

Das auf Wirkstoffforschung spezialisierte Unternehmen teilte am Montagabend mit, dass das operative Ergebnis (EBITDA) im ersten Halbjahr 2026 vorläufig bei minus 42,7 Millionen Euro lag und damit unter den Erwartungen von Analystinnen und Analysten blieb. Im ersten Halbjahr belief sich der Umsatz vorläufigen Angaben zufolge auf rund 300,1 Mio. Euro. Damit verfehlte Evotec die eigenen bisherigen Zielmarken in mehrfacher Hinsicht, wie aus der Ad-hoc-Mitteilung hervorgeht.

Halbjahreszahlen unter den Erwartungen

Evotec senkt Prognose und erwartet operativen Verlust: Statt eines ausgeglichenen Ergebnisses bis zu einem Gewinn von 40 Millionen Euro stellt der Konzern unter der Führung von Vorstandschef Christian Wojczewski nun für das Gesamtjahr 2026 ein bereinigtes EBITDA von minus 70 bis minus 105 Millionen Euro in Aussicht. Das entspricht einer Verschiebung um bis zu 145 Millionen Euro gegenüber der bisherigen Guidance, die einen Korridor von 0 bis plus 40 Millionen Euro vorsah.