Die Eisenbahngewerkschaft EVG hat mit bundesweiten Streiks ab Januar 2026 gedroht, sofern der Bundestag das geplante Gesetz für höhere Strafen bei Angriffen auf Zugbegleiter nicht bis Jahresende verabschiedet.

Hintergrund zum Gesetzentwurf

Die Eisenbahngewerkschaft EVG bereitet eine Urabstimmung über einen Arbeitskampf bei der Deutschen Bahn vor. Gewerkschaftschef Martin Burkert kündigte an, die Mitglieder im November befragen zu lassen, sofern das entsprechende Sicherheitsgesetz nicht in das parlamentarische Verfahren gelangt. Sollte die Urabstimmung eine Streikmehrheit ergeben, wären bundesweite Arbeitsniederlegungen ab Januar 2026 die Folge.

Hintergrund der Drohung ist ein Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig, der nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter im Februar vorgelegt wurde. Das Vorhaben sieht vor, dass Bahnangestellte als besonders schutzbedürftige Berufsgruppe in das Gesetz zu härteren Strafen bei Angriffen auf Einsatz- und Rettungskräfte einbezogen werden. Die Bundesregierung hatte dies nach dem Vorfall signalisiert.