Die Europäische Union hat am Montag Sanktionen gegen neun Personen und vier Organisationen verhängt, die sie für eine seit Jahren laufende Welle von Cyberangriffen und Sabotageakten gegen EU-Mitgliedstaaten verantwortlich macht.
Im Zentrum der Vorwürfe steht das sogenannte 16. Zentrum des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB. „Diese Einheit soll laut dem Rat zahlreiche bekannte Cybergruppen wie Turla steuern", heißt es in der Erklärung. Die EU wirft Moskau vor, „ein komplexes Netzwerk aus staatlichen und privaten Akteuren für verheerende Cyberoperationen" zu nutzen.
Wer steht im Zentrum der Vorwürfe?
Verbreitet wurde die Erklärung von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas im Namen der Mitgliedstaaten. „Laut einer Erklärung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas und der Mitgliedstaaten reicht dieses System von Geheimdiensten über Cyberkriminelle und Hacktivisten bis hin zu Unternehmen." Damit, so die Erklärung, sollen jene zur Rechenschaft gezogen werden, „die Verantwortlichen für weltweite Sabotage- und Spionagekampagnen zur Rechenschaft zu ziehen, die teils bis 2010 zurückreichen".
