Brüssel/London, 13. Juli 2026
Die Europäische Union und Großbritannien haben am Montag neue Sanktionen gegen russische Personen und Organisationen verhängt und diese mit anhaltenden Cyberangriffen, Wahleinmischung und Desinformation begründet.
Hintergrund der Sanktionen
Wie die EU und die britische Regierung am Montag mitteilten, richten sich die neuen Strafmaßnahmen gegen insgesamt 33 Personen und Einheiten. Die EU setzte nach Angaben aus Brüssel neun Einzelpersonen und vier Unternehmen auf ihre Sanktionsliste, Großbritannien 24 Menschen und Einheiten. Hintergrund ist nach Überzeugung beider Seiten ein koordiniertes Vorgehen russischer staatlicher Stellen gegen europäische Infrastruktur und demokratische Prozesse.
Die EU-Außenbeauftragte erklärte, eine Einheit des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB habe seit 2010 in Frankreich Cyberspionage gegen strategisch wichtige staatliche Einrichtungen betrieben. Im Jahr 2025 seien Ziele in der Verteidigungsindustrie in den Fokus geraten. Demnach nutze der FSB für seine Aktivitäten ein ganzes "Cyberökosystem", das staatliche und nicht staatliche Akteure umfasse.
