Die Europäische Kommission kappt ihre finanzielle Förderung der Kunstbiennale in Venedig, nachdem die Veranstalter Russland erstmals seit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine wieder als Teilnehmer zugelassen hatten.

Die Entscheidung fiel nach einer Debatte unter den EU-Außenministern über die Beteiligung Russlands an der traditionsreichen Kunstausstellung. Die Außenbeauftragte der Europäischen Union, Kalla, erklärte dazu, die Außenminister hätten diese Entscheidung "aufs Schärfste" verurteilt. Damit verschärft die EU ihren Kurs gegenüber Moskau auch im Kulturbereich.

Bereits im Mai hatte die EU-Kommission angekündigt, ihre Fördermittel in Höhe von zwei Millionen Euro über drei Jahre einstellen zu wollen. Nun wurde dieser Schritt mit Blick auf die geplante russische Beteiligung endgültig vollzogen. Die Mittel waren zuvor über einen Zeitraum von drei Jahren zugesagt worden, um europäische Kulturinstitutionen zu unterstützen.