Die Europäische Kommission hat ihre Förderung der Kunstausstellung Biennale in Venedig in Höhe von zwei Millionen Euro über drei Jahre gestoppt, nachdem die Veranstalter im März die Rückkehr Russlands angekündigt hatten.

Hintergrund: Russlands Rückkehr auf die Biennale

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas begründete den Schritt am Rande eines Treffens der EU-Außenminister in Brüssel. Sie erklärte, Kultur und Unterstützung dürften nicht zu Instrumenten der Schönfärberei von Aggression werden. Wörtlich sagte sie: „Kultur und Unterstützung dürfen nicht zu Instrumenten der Schönfärberei von Aggression werden." Die Europäische Kommission werde „die Finanzierung der Biennale von Venedig ein"stellen, hieß es aus Brüssel.

Hintergrund des Konflikts ist die im März angekündigte Teilnahme Russlands an der diesjährigen Kunstausstellung. Es ist das erste Mal seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022, dass das Land wieder mit einem offiziellen Beitrag auf der Biennale vertreten ist. Die Entscheidung der Biennale-Organisatoren hatte international Kritik hervorgerufen.

Die EU-Kommission hatte bereits im Mai angekündigt, die Biennale-Förderung einzustellen. Die Mittel in Höhe von zwei Millionen Euro waren über einen Zeitraum von drei Jahren zugesagt. Mit dem Stopp der Zahlungen setzt die EU ein deutliches Zeichen gegen die kulturelle Wiederannäherung an Russland.