EU-Krisenkommissarin Hadja Lahbib hat den Waldbrand im Naturpark Hohes Venn auf belgischer Seite als Folge menschlichen Handelns bezeichnet, während die Staatsanwaltschaft zwei Sachverständige mit der Klärung der Brandursache beauftragte.

Der verheerende Waldbrand im Naturpark Hohes Venn, der auf belgischer Seite wütete, ist nach Angaben der EU-Krisenkommissarin Hadja Lahbib auf menschliches Handeln zurückzuführen. Lahbib äußerte sich am Dienstag in Brüssel zu den laufenden Ermittlungen und betonte die grenzüberschreitende Dimension des Einsatzes. Der Brand sei noch nicht vollständig gelöscht, habe aber durch Rauch und die Sorge vor einer Ausbreitung auch die Menschen auf deutscher Seite unmittelbar betroffen. "Brände hören nicht an Grenzen auf, und unsere Solidarität hilft uns, zusammenzustehen", sagte die Kommissarin.

Die belgische Staatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben zwei Sachverständige beauftragt, die Umstände des Feuers zu untersuchen. Wie aus Justizkreisen verlautete, handelt es sich um einen Experten für Brandermittlung sowie einen Sachverständigen für Fahrzeugtechnik. Die Staatsanwaltschaft beauftragte demnach zwei Sachverständige – für Brand- und für Fahrzeugtechnik – mit Untersuchungen. Damit soll geklärt werden, wie der Brand entstand und ob möglicherweise ein technischer Defekt an einem Fahrzeug eine Rolle spielte.