Die Erzeugerpreise in Deutschland sind im Juni 2026 im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent gesunken, während sie im Jahresvergleich noch 1,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats lagen.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Juni um 1,8 (Mai: 2,2) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Gegenüber dem Vormonat sank der Index um 0,3 Prozent. Volkswirte, die von Dow Jones Newswires befragt worden waren, hatten exakt diese monatliche Rate von minus 0,3 Prozent prognostiziert; für die Jahresrate hatten sie plus 1,5 Prozent erwartet.
Was der Index misst
Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte misst die Entwicklung der Preise im Bergbau, im Verarbeitenden Gewerbe sowie in der Energie- und Wasserwirtschaft für Produkte von Herstellern - bevor diese in den Handel kommen. Die Erzeugerpreise wirken sich in der Regel zeitverzögert auch auf die Verbraucherpreise aus, weshalb der Wert von Beobachtern als Vorlaufindikator für die Inflationsentwicklung gilt.
