Engpässe im chinesischen Stromnetz bremsen nach einer Analyse von Global Energy Monitor (GEM) den Ausbau der Solar- und Windenergie, obwohl das Land weltweit die meisten Anlagen errichtet.

China baut laut GEM derzeit Solarparks mit einer Gesamtkapazität von 262 Gigawatt sowie Windparks mit 251 Gigawatt neu auf. Die im Bau befindliche Windkapazität könnte rechnerisch so viel Strom pro Jahr erzeugen wie Deutschland 2025 aus allen Quellen zusammen produzierte. China verfügt bereits über rund 1.200 Gigawatt Solar- und 640 Gigawatt Windkapazität.

Rekordausbau bei Solar und Wind

Trotz dieser Zahlen geht ein wachsender Anteil der erzeugten Energie verloren. Wie es in der Analyse heißt: „Die Folge sind zunehmende Einspeisedrosselungen: Wind- und Solarstrom, der unter den vorherrschenden Wetterbedingungen hätte erzeugt werden können, wurde stattdessen reduziert oder ganz zurückgehalten."

Hauptursache ist demnach das Stromnetz. „Engpässe in Stromnetz bremsen Chinas grüne Energie“, heißt es in dem Bericht. Demnach fließt nur etwa ein Fünftel des Stroms, der über chinesische Höchstspannungsleitungen transportiert wird, aus Solar- und Windkraftanlagen; 42 Prozent stammen aus Kohlekraftwerken.