Fünf Tage nach der Implosion eines mit ätzender Chemikalie gefüllten Tanks in der Nippon Dynawave Packaging Fabrik in Longview, Washington, haben Rettungskräfte das letzte der insgesamt elf Todesopfer geborgen.

Der Unfall ereignete sich an einem Dienstag in der zum japanischen Nippon Paper Konzern gehörenden Fabrik. Ein großer Tank, der etwa 3,4 Millionen Liter sogenannte Weißlauge enthielt, platzte aus bislang ungeklärter Ursache. Weißlauge ist eine stark ätzende Flüssigkeit, die in der Papierherstellung zum Auflösen von Holzschnitzeln verwendet wird.

Unmittelbar nach dem Unglück bargen die Einsatzkräfte zwei Tote. Neun weitere Mitarbeiter galten zunächst als vermisst. In den folgenden Tagen durchkämmten Rettungsteams die Trümmer der Anlage auf der Suche nach den Verschütteten.

Die Suche nach den Vermissten

Am Samstag gab der Feuerwehrchef von Longview, Brad Hannig, bekannt, dass die Suche abgeschlossen sei. Wörtlich sagte er: 'Wir haben die Leiche des neunten und letzten vermissten Angestellten geborgen.' Damit stieg die endgültige Zahl der Todesopfer auf elf.

Die zuständigen Behörden führten umgehend Tests durch, nachdem Chemikalien aus dem zerstörten Tank in den nahegelegenen Columbia River gelangt waren. Es wurden jedoch keine negativen Auswirkungen auf die Luftqualität oder das Trinkwasser von Longview festgestellt.

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Die Nippon Dynawave Packaging Fabrik ist eine Tochtergesellschaft des japanischen Konzerns Nippon Paper Industries. Das Werk stellt Verpackungsmaterialien her und ist ein bedeutender Arbeitgeber in der Region.