Der KHM-Museumsverband und die Direktorin von Schloss Ambras Innsbruck, Veronika Sandbichler, haben sich auf die einvernehmliche Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses geeinigt und werden sich nicht weiter zu den Hintergründen des monatelangen Konflikts äußern.

Hintergrund des Konflikts

Die Einigung kam nach wochenlangen Spannungen zwischen der Wiener KHM-Zentrale und der Standortleitung in Tirol zustande. Wie der KHM-Museumsverband am Dienstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt gab, halten beide Seiten fest, dass „die Zusammenarbeit einvernehmlich beendet wird, und sehen von weiteren Stellungnahmen zu den Hintergründen ab“. Über die genauen Einzelheiten der Vereinbarung wurde laut Mitteilung Vertraulichkeit vereinbart.

Der Konflikt hatte im März dieses Jahres öffentlich an Schärfe gewonnen, nachdem Sandbichler der Führung eine „toxische Führungskultur“ vorgeworfen hatte. Das KHM hatte daraufhin die seit Ende März dienstfrei gestellte Direktorin per Jahresende gekündigt. Erst am 10. Juli war diese Kündigung öffentlich bekannt geworden. Sandbichlers Anwalt Martin Maxl kündigte damals eine gerichtliche Anfechtung der Kündigung an.

Das externe Gutachten

Im Hintergrund war bereits Mitte Juni ein externes Gutachten der Arbeitsrechtsexpertin Sieglinde Gahleitner erstellt worden. Dieses entlastete Generaldirektor Jonathan Fine und seinen Geschäftsführungskollegen Paul Frey. Sandbichler selbst hatte die Vorwürfe gegen die KHM-Spitze erhoben, ohne dass die genauen Details des Gutachtens öffentlich wurden.